Rasseinformationen
Der Pyrenäenschäferhund – Pyrenäenhütehund, der Berger, der Pyri
oder der BERGER DES PYRÉNÉES
Über Jahrhunderte wurden die Pyrenäenhütehunde von der Gebirgslandschaft der französischen Pyrenäen geprägt. Ihr ursprünglicher Verwendungszweck war das selbstständige Hüten von Schafherden. Ausschließlich die Triebigkeit bzw. die Arbeitsfähigkeit an der Herde bildete die Auswahl der Zuchttiere. So entstand eine Rasse, die an die Arbeit im Hochgebirge im Sommer wie im Winter angepassst ist. Pyrenäenhütehunde weisen ein hohes Maß an Intelligenz und Selbstbewusstsein auf, sie beschützen ihre Herde mit viel Mut und jeder Menge Energie. Der Rassestandard des Berger des Pyrénées wurde erst in den 1920er Jahren festgelegt, aber Mitte der 1970er Jahre kamen erst die ersten Pyrenäenschäferhunde nach Deutschland.
Es gibt den Pyrenäenhütehund in zwei Rassen, den “Langhaaar” und den “Face Rase”
Den Rassestandard des Berger des Pyrénées ist hier nachzulesen, da der bestehende Link im Moment nicht funktioniert:
“ Langhaar” : (FCI Standard Nr. 141) für den Berger des Pyrénées à poil long (siehe unten)
Cara und Binja vom Julbaldin
Neuer Rassestandard
für den Berger des Pyrénées à Poil Long (Langhaar)
Die F.C.I. (Federation Cynologique Internationale) hat am 13. März 2001 einen neuverfaßten Rasse-Standard veröffentlicht. Dieser gilt für alle Zuchtvereine, die über ihre nationalen Verbände der F.C.I. angeschlossen sind. Die Rasse und damit auch ihr Standard wird vom Ursprungsland der Rasse, also Frankreich, betreut. Dort wurde bereits im März 2001 der neue Standard publiziert.
Studieren Sie ihn aufmerksam, und soweit es Ihnen möglich, versuchen Sie die rassetypischen Merkmale an ihrem Hund zu entdecken:
FCI Standard Nr. 141/06022002/D
Ubersetzung: Josef Müller
PYRENÄEN-SCHÄFERHUND (Berger des Pyrénées à poil long)
Ursprung: Frankreich
Datum der Publikation des gültigen Originalstandarts: 13.03.2001
Verwendung: Hütehund auf den Bauernhöfen und Weiden der Pyrenäen.
Klassifikation F.C.I: Gruppe 1
Hüte- und Treibhunde
(ausgenommen Schweizer Sennenhunde):
Sektion 1.
Mit Arbeitsprüfung.
Historischer Abriss
Von bescheidener Herkunft bleibt der langhaarige Pyrenäenschäferhund bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts in der offiziellen Kynologie so gut wie unbekannt. Sein Typ variiert von einem Tal zum anderen beträchtlich, seine Gestalt und sein Haarkleid sind sehr unterschiedlich, sein Verhalten und sein Charakter sind jedoch überall gleich. Der erste Rassestandard wurde in den Jahren von 1921 bis 1925 erstellt; er hat sich seither recht wenig geändert.
Allgemeines Erscheinungsbild
Ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Lebhaftigkeit ausstrahlt.
Ein stets aufmerksamer Gesichtsausdruck und seine pfiffige, mlßtrauische Miene verbunden mit seiner impulsiven Bewegungsfreude prägen das charakteristische, einzigartige Auftreten dieses Hundes.
Wichtige Proportionen
* Der Schädel ist beinahe ebenso lang wie breit.
* Der Fang ist kürzer als der Schädel im Verhältnis 1/3 zu 2/3.
* Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe.
* Die Entfernung des Ellenbogens vom Boden übertrifft die Hälfte der Widerristhöhe
Verhalten / Charakter (Wesen)
Ein kleiner mutiger Hund. schlau, zur Initiative fähig. seinem Herrn vollkommen ergeben. Er ist eigensinnig und benötigt im Allgemeinen eine feste Hand, um seine Energie in die richtigen Bahnen zu lenken und das Beste aus seiner Intelligenz und Lebhaftigkeit zu machen. Fremden gegenüber verhält er sich oft mißtrauisch.
Kopf
Insgesamt gesehen dreieckig
Oberkopf:
Schädel: Mäßig entwickelt, fast flach, mit leicht ausgeprägter Stirn- furche; zu den Seiten hin ist er harmonisch abgerundet, der Hinterhaupt- stachel ist wenig betont. Er ist fast ebenso lang wie breit. Sein vorderer Tell verläuft in sanfter Neigung zum Fang.
Stop: Wenig sichtbar.
Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Gerade, etwas kürzer als der Oberkopf. Er verjüngt sich keilförmig, ist jedoch nicht zugespitzt.
Lefzen: Wenig dick; sie bedecken den Unterkiefer vollständig, der Lefzen- winkel ist nicht sichtbar. Ihre Ränder und der Gaumen sind schwarz oder kräftig schwarz markiert.
Kiefer/Zähne: Das Gebiß soll vollständig sein. Fangzähne stark, die Schneidezähne haben Scherenschluß (die obere Schneidezahnreihe bedeckt ohne Zwischenraum die untere); Zangengebiß (die Kanten der oberen und unteren Schneidezähne stehen aufeinander) ist zulässig.
Augen:
Ausdrucksvoll, leicht mandelförmig, dunkelbraun; weder vorstehend noch zu tief liegend. Bei Hunden mit harlekinfarbenem oder schiefergrauem Haar sind Wechselaugen zulässig und fast immer charakteristisch. Die Lidränder sind -unabhängig von der Fellfarbe -schwarz.
Ohren: Ziemlich kurz, am Ansatz mäßig breit; sie sind weder zu dicht beieinander noch zu weit voneinander oben auf dem Schädel angesetzt. Üblicherweise kupiert. Beim unkupierten Ohr soll der untere Tell der Ohrmuschel aufgerichtet und beweglich sein, das obere Drittel oder die Hälfte soll im Idealfall nach vorn oder zur Seite kippen, wobei belde Ohren symmetrisch sein sollen.
Hals Eher lang, genügend bemuskelt, gut von den Schultern abgesetzt.
Körper
Der Knochenbau ist kräftig, jedoch nicht schwer; trockene Bemuskelung.
Oberlinie: Fest.
Widerrist: Gut ausgeprägt.
Rücken: Ziemlich lang, kräftig.
Lende: Kurz, leicht gewölbt; die Wölbung erscheint stärker ausgeprägt, da die Behaarung über der Hinterhand und auf der Kruppe häufig reichlicher ist.
Kruppe: Eher kurz, ziemlich schräg gelagert.
Brustkorb: Mittelmäßig entwickelt, bis zu den Ellenbogen herabreichend; an den Seiten leicht gewölbt.
Flanken: Nicht tief.
Rute
Gut befedert, nicht sehr lang, eher tief angesetzt, an der Spitze einen Haken bildend. In der Aufmerksamkeit soll die Rute kaum oberhalb der Rückenlinie getragen werden. Viele Exemplare sind kupiert; einige haben eine angeborene Stummelrute.
Gliedmaßen
Vorderhand:
Gerade, trocken, sehnig, gut befedert.
Schulter: Schulterblatt genügend lang, mäßig schräg gelagert.
Unterarm: Gerade.
Oberarm: Schräg gelagert, mittellang.
Vorderfußwurzel: Das Gelenk ist gut markiert.
Vordermittelfuß: Leicht schräggestellt.
Pfoten: Trocken, ziemlich flach, deutlich oval; dunkle Ballen. Nägel klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter der Pfote zwischen den Ballen findet.
Hinterhand: Ziemlich geschlossene Winkelungen Bel Hunden mit halblangem Haar sind die Läufe frei von Befederungen.
Oberschenkel: Nicht sehr lang, mäßig schrag, muskulös, “muskelbepackt”.
Kniegelenk: Gut gewlnkelt, parallel zur Körperachse gelagert.
Unterschenkel: Ziemlich lang, schräg gestellt.
Sprunggelenke: Trocken, tief gestellt, gut gewinkelt; gelegentlich etwas enghessig stehend.
Hintermittelfuß: Senkrecht oder sehr leicht schräg nach vorn gestellt.
Pfoten: Trocken, ziemlich flach, deutlich oval Dunkle Ballen Nägel klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter den Pfoten zwischen den Ballen findet.
Afterkrallen: Können an den Hinterläufen einfach oder doppelt vorhanden sein oder fehlen.
Gangwerk Bewegung
In Schritt ist die Bewegung des Pyrenäen-Schäferhundes ziemlich verkürzt. Der Trab, seine bevorzugte Gangart, soll frei und kraftvoll sein. Im langsamen Trab wird der Kopf etwas angehoben, im verlängerten Trab wird er auf Höhe der Rückenlinie getragen. Die Pfoten werden niemals stark angehoben, die Bewegungen sind fließend, wobei die Pfoten dicht über den Boden gleiten.
Haut
Fein, unabhängig von der Fellfarbe oft mit dunklen Flecken marmoriert.
Haarkleid
Haar:
Lang oder mittellang, jedoch stets dicht, fast glatt oder leicht gewellt; dichter und wolliger über der Kruppe und auf den Schenkeln; in seiner Textur ein Mittelding zwischen Ziegenhaar und Schafwolle. Die Mischung aus trockenem und wolligem Haar bildet bei manchen Hunden Zotten oder Schnüre, auch “cadenetten” genannt, oder manchmal Platten, die schuppen- oder dachziegelartig die Kruppe und die Schenkel bedecken.
“Cadenetten” finden sich sogar an der Brust und an der Vorderhand in Höhe der Ellenbogen.
Das Haar am Fang ist kürzer und weniger dicht. Am Ende des Fangs, manchmal auch am ganzen Fang, liegt das Haar an und hat die Wuchsrichtung von vorn nach hinten.
An den Seiten und den Wangen ISt das Haar länger und erscheint wie durch einen Windstoß von vorn zurückgeweht. Die Augen müssen gut sichtbar sein, ohne von Haar bedeckt zu werden.
Farbe:
Mehr oder weniger dunkles Fauve mit oder ohne Beimischung schwarzer Haare und gelegentlich etwas Weiß an Brust und Gliedmaßen; mehr oder weniger intensives Grau, oft mit Weiß an Kopf, Brust und Gliedmaßen; Harlekin (d.h. mit Schwarz gesprenkeltes Blau). Ebenso kommen die Farben Gestromt, Schwarz und Schwarz mit weißen Flecken vor. Die reinen Farben werden bevorzugt.
Größe
Rüden: von 40 bis 48 cm.
Hündinnen: von 38 bis 46 cm.
Eine Toleranz von bis zu 2 cm ist bei vollkommen typischen Hunden zulässig.
Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
*Allgemeines Erscheinungsbild: Schwerfälliger Hund ohne Lebhaftigkeit, plumpe Muskulatur; Mangel an Ausdruck.
*Kopf: Spitzbogiger Schädel, gewölbte Stirn, Stop zu stark betont oder nicht vorhanden.
*Fang: Quadratisch oder rechteckig, PIgmentmangel an Nasenschwamm oder Lefzen.
*Augen: Hell oder mit scheuem Ausdruck Lidrander depigmentiert.
*Ohren: Dick, schwer, flach an den Kopfseiten herabhangend, asymmetrisch getragen.
*Hals: Dick oder schwach, so kurz, daß der Kopf direkt auf den Schultern sitzt.
*Körper:
*Rücken eingesenkt oder gewölbt, überbaut, Bauch windhundartig aufgezogen oder hängend.
*Schwerer, quadratischer Körperbau; Oberlinie ganz waagerecht; Karpfenrücken; flache Kruppe.
*Rute: Fehlender Haken an der Spitze.
*Vorderhand: Doppelte Daumenkrallen; fehlerhafter Stand.
*Schulterblatt: Zu steil gelagert oder zu kurz.
*Hinterhand: Zu offene Wlnkelung der Sprunggelenke; fehlerhafter Stand.
*Pfoten: Dick; Katzenpfoten; lange oder weiße Nägel.
*Haar: Übermäßig viel Haar am Kopf, vor allem, wenn es die Augen bedeckt und am Fang einen griffähnlichen Schnauzbart bildet schlechte Textur, weiches oder drahtiges, gelocktes oder sich kräuselndes Haar. Haarkleid, dem es an Dichte oder Stärke fehlt.
*Farbe: Weißscheckung in mehr als einem Drittel der Behaarung. Harlekinfarbenes Haar mit mangelndem Kontrast zwischen dem Grau und dem Schwarz oder mit fauvefarbenem Anflug. Sehr verwaschene Haarfarbe Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen (Schwarz mit fauvefarbenen Abzeichen).
*Gangwerk / Bewegung: Kurzer oder steppender Trab; “Hackney”
Schwere Fehler
*Ohren: Natürliche Stehohren.
*Rute: Über den Rücken gebogen oder eingerollt.
Ausschließende Fehler
*Farbe: Weißes Fell oder sonstige nicht im Standard genannte Farbe.
*Nasenschwamm: Jede andere Farbe als vollkommen schwarz.
*Kiefer: Rückbiß oder Vorbiß oder jegliche KIefermißbildung.
*Augen: Glasaugen bei Hunden, die nicht harlekinfarben oder schiefergrau sind. Rosa Augenlider. Hellgelbe Augen.
*Größe: Über- oder unterhalb der Größengrenzen.
N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen die sich vollständig im Hodensack befinden.
Die Abbildung auf dem oberen Foto heißt „Langhaar-Berger“. Bei dieser Variante bilden sich sogenannte Zotten, die sich durch die dichte Unterwolle im Fell bilden. Diese “Verfilzungen” dienen dem Hund im Hochgebirge als Wetterschutz. Der langhaarige Berger ist weltweit verbreitet im Gegensatz zu dem Face Rase Berger, der noch sehr wenig bekannt ist. Die beiden Rassen werden erst seit wenigen Jahren als eigenständige Rassen angesehen und getrennt gezüchtet. Die Körpergröße liegt zwischen 38 und 46 cm für die Langhaar-Hündinnen und 40 bis 48 cm für die Langhaar-Rüden.
Aimie Chuken sakura no kuni
Der glatthaarige Berger des Pyrénées wird Face Rase (frz. mit rasiertem Gesicht) genannt; Der Berger à Face Rase ist im Gesicht kurzhaarig und hat auch am Körper etwas weniger langes Fell. Dieser Berger kann von 40 bis 52 cm (Hündinnen) und 54 cm (Rüden) groß werden. Das Gewicht bewegt sich zwischen 8 und 12 kg. Der Face Rase kann je nach Größe etwas schwerer werden. Der Kopf des Pyrenäenhütehundes ist nahezu dreieckig, er sollte einen kurzen Fang haben und einen breitem Schädel. Das Fell im Gesicht soll „im Windstoß“ liegen, die Augen müssen gut zu sehen sein, damit der Hund eine gute Sicht hat.
Der Berger des Pyrénées kommt in vielen verschiedenen Farben von fauve (blond) über verschiedene Braun- und Grauschattierungen bis Schwarz und auch als Harlekin
vor. Der Nasenspiegel soll immer schwarz sein, die Augen möglichst dunkel. Die Hinterhand ist deutlich gewinkelt und ermöglicht so den Hunden ihr außergewöhnliches gut angelegtes Springvermögen anzuwenden.
den Link für den Berger des Pyrénées à face rase finden Sie unter:
”Kurzhaar” (FCI Standard Nr. 138)
Das Wesen des Berger des Pyrénées
Der Berger des Pyrénées wird auch der Pfiffikus unter den Hütehunden genannt. Er ist ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Energie besitzt. Fremden gegenüber ist er meist zurückhaltend und ein wenig misstrauisch, das heißt, er lässt sich ungern von Fremden streicheln. Um dieses Verhalten aber zu minimieren, spielen Sozialisation und Erziehung schon in der Zuchtstätte natürlich eine sehr große Rolle. Die eigene Familie sowie enge Freunde der Familie liebt er hingegen intensiv und beschützt sie.
Die Zwingerhaltung ist tabu für diese Rasse. Ebenfalls das “Abschieben” des Hundes im Urlaub in eine Tierpension. Die Anhänglichkeit seinen Menschen gegenüber macht den Berger des Pyrénées ausgesprochen liebenswert. Er will immer und überall mit dabei sein. Mit der Zeit wird er zu einem gleichwertigen Familienmitglied. Viele Beschäftigungsmöglichkeiten, wie Trickdog, Agility, Obiedience, Flyball u.v.m. helfen dem Eigentümer dabei mit dem Pyri ein wundervolles Team zu werden. Der Berger tut alles, um seinem Besitzer zu gefallen, wenn eine enge Bindung zum Hund vollzogen ist. Die Erziehung und Ausbildung sollte absolut konsequent sein, dabei aber liebevoll und freundlich.



