Unterstützung bei Hundeschulen/Vereinen?
Hilfsangebote gibt es überall, nicht alle sind qualitativ gut.
Ratschläge in einer Hundeschule oder einem Hundeverein zu suchen, ist in jedem Fall sinnvoll.
Hundeerziehung ist nicht immer eine leichte Sache, aber man kommt schon mit gesundem Menschenverstand sehr weit. Die Auswahl der Vereine und der Hundeschulen ist groß, das Angebot riesig. Jedoch nicht jeder, der sich Hundetrainer nennt, ist für diese Tätigkeit auch wirklich geeignet. Pyri wird es Ihnen danken, wenn Sie sich die Auswahl des richtigen Beraters nicht zu leicht machen – mit Ihrem neuen Auto fahren Sie ja auch nicht zum Schrauber um die Ecke, sondern achten auf Qualität und Sorgfalt bei der Arbeit.
Was kennzeichnet einen guten Hundetrainer?
Nicht jeder Hundetrainer, der sich so nennt, hat eine qualifizierte Ausbildung. Unterschiede findet man sowohl in privaten Hundeschulen wie Vereinen. Wichtiges Hilfsmittel ist hier, wie so oft, der Informationsaustausch mit anderen Hundebesitzern. Fragen Sie beim Spaziergang Besitzer offensichtlich gut erzogener Hunde, wo und bei wem sie gelernt haben. Fragen Sie auch diejenigen Hundebesitzer, die grob mit ihren Hunden umgehen nach ihrer Trainingsmöglichkeit. Deren Trainer sollten Sie nicht aufsuchen, denn mit Druck und Kommisston kommen Sie bei Pyri nicht weit. Ausbildungsmethoden dieser Art gilt es dringend zu vermeiden. Verschaffen Sie sich im Internet einen Überblick über das Angebot in Ihrer Nähe, achten Sie besonders auf Angebote, in denen die Arbeit mit “positiver Verstärkung” angeboten wird. Auch, wenn Sie ein wenig mehr bezahlen müssen… sie profitieren ein Pyrileben von den Vorteilen einer “guten Ausbildung”!
Welpengruppen sollten nach Alter und Größe aufgeteilt werden,
damit nicht der 8 Wochen alte Pyri mit der 4 Monate alten Dogge spielen muss. Ein gewisses Gleichgewicht in den Kräfteverhältnissen der Spielpartner ist nicht nur sinnvoll, sondern lebenswichtig. Eine gute Welpenstunde besteht nicht darin, zu Beginn die Hunde abzuleinen, ihnen beim Spielen zu zuschauen, zu beobachten, wie Pyri gemobbt wird, und sie nach einer Stunde wieder an die Leine zu nehmen. Schließlich sollen Sie hier lernen, was Sie mit Pyri alles gemeinsam anstellen können. Übungen, die gemeinsam bewältigt werden müssen wie zum Beispiel Versteckspielen hinter den Stellwänden, die Überquerung eines kleinen Hindernisparcours oder die mutige Rennstrecke durch einen oder mehrere Agilitytunnel.
Auch kleine Gehorsamsübungen sind nicht verkehrt, wenn sie spielerisch und mit positiver Motivation aufgebaut werden. Das Abrufen in Spielsituationen kann hier problemlos geübt werden, weil die Welpen sich in einem eingezäunten Bereich aufhalten.
Schön wäre es, wenn Sie Pyri die Gelegenheit geben könnten, auch mit erwachsenen Hunden in Kontakt zu kommen. Der sorgt in vielen Situationen für Ausgleich und erzieht, wenn Pyri es zu weit treibt. So werden Erziehung und Ausbildung von Anfang an miteinander verknüpft. Ein harmonische Interaktion von Mensch und Hund wird gefördert. Ganz nebenbei lernt Pyri, dass er sich immer auf Sie verlassen kann und dass es Spaß macht, an Ihrer Seite eine Vielzahl toller Abenteuer zu bestehen.
Suchen Sie einen Verein oder eine Hundeschule mit einem abwechslungsreichen Programm und auch sportlicher Betätigung.
Besonders günstig wäre es, wenn Sie sich gleich für eine Hundeschule oder einen Verein entscheiden, der außer der üblichen Gehorsamsausbildung ein breitgefächertes Angebot an sportlichen Möglichkeiten bietet . Lassen Sie sich nicht davon beirren, dass manche Anbieter darauf bestehen, dass ihre Azubis mindestens ein Jahr alt sein müssen – nehmen Sie lieber von diesen Kursen Abstand und suchen Sie weiter! Pyri lernt in dieser “sensiblen Phase” nie wieder so schnell und mühelos wie in seinem Welpen- und Junghundealter. Vergeuden Sie diese Zeit nicht! Für Spiel und Spaß, in die richtigen Wege geleitet, ist kein Hund zu jung! Gute Hundetrainer stimmen ihre Aufgaben so gezielt auf jeden Welpen ab ohne dass Pyri überfordert wird.
Hüten Sie sich vor Kursen, in denen alle über einen Kamm geschoren und alle nach dem gleichen Prinzip ausgebildet werden.
Fragen Sie nach, ob die Rassse “Berger des Pyrénées” dem Trainer bekannt ist. Oftmals arbeiten die Ausbilder kontraproduktiv, weil sie die Rasse nicht kennen! Drill, der in vielen Vereinen üblich bei der Schäferhundausbildung ist, ist bei unserem Pyrenäenschäferhund nicht anzuwenden! Natürlich wäre es für einen Welpen sowieso falsch, ihn stundenlangem Drill zu unterziehen und täglichem Druck auszusetzen, aber das ist auch für einen erwachsenen Hund nicht das Richtige.
Jeder Hund und jeder Mensch ist ein Individuum.
Was für den Einen richtig ist, kann für den Anderen in einer Katastrophe enden. Achten Sie darauf, dass der Trainer niemals Maßnahmen ergreift, die er nicht vorher mit Ihnen abgesprochen hat. Sie sind der Besitzer und sind verantwortlich für Ihren Hund. Sie müssen es ausbaden, wenn Pyri auf dem Hundeplatz schlechte Erfahrungen macht. Sollten Sie nach der ersten Stunde ein schlechtes Gefühl haben, gehen Sie lieber nicht wieder hin! In der Regel ist die erste Stunde ein Schnupperangebot. Wenn Sie nach dieser Stunde das Gefühl haben, gut aufgenommen zu werden, eine freundliche und eher zwanglose Atmosphäre herrscht und die anderen Teilnehmer locker und liebevoll mit ihren vierbeinigen Partnern umgehen, dann haben Sie das Richtige gefunden! Sollten Sie zweifeln und sich nicht wohlfühlen, kehren Sie diesem Verein/Hundeschule den Rücken und suchen weiter!
(copyright S. Lange/designed F. Schütte)


