Grundkommando “Bleib”
Bleib! 
Das Bleib-Kommando ist nach dem Heranrufen das Wichtigste überhaupt. Es bedeutet Pyri, an seinem derzeitigen Platz zu verharren, bis er die Erlaubnis bekommt, sich fortzubewegen. Es ist überflüssig, „Bleib“ in Verbindung mit „Platz“ oder „Sitz“ zu benutzen, da Pyri ja sowieso gelernt hat, so lange zu sitzen oder zu liegen, bis das Auflösekommando kommt. „Bleib“ ist lebenswichtig beim Autofahren, es gibt nichts Gefährlicheres, als wenn Pyri aus dem Kofferraum entwischt, kaum dass Sie ihn öffnen. Ein einziges Mal kann das letzte Mal sein, daher ist absolute Konsequenz unerlässlich. Auch im Haus ist das „Bleib“ sehr hilfreich, nicht immer möchte man, dass Pyri durch die Tür nach draußen oder ins andere Zimmer folgt.
Fangen Sie auch hier in kleinen Schritten an, parken Sie mit dem Auto nicht an vielbefahrenen Straßen, solange Sie nicht absolut sicher sein können, dass Pyri erst auf Ihr Kommando aus dem Kofferraum springt. Üben Sie das Bleiben im Auto zuerst zu Hause, werfen Sie ein paar „Lecker“ in den Kofferraum, bevor Sie ihn soweit öffnen, dass Pyri herausspringen kann. Falls Pyri in einer Box Auto fährt, stecken Sie ihm „Lecker“ durch die Gittertür, seinen Sie beim Öffnen der Tür darauf gefasst, dass Pyri eventuell gleich nach draußen entwischen will. Halten Sie ihn in diesem Fall schnell am Halsband oder Geschirr fest, schieben ihn wieder in die Box oder den Kofferraum und heben ihn erst heraus, wenn er sich beruhigt hat und nicht mehr die Tendenz hat zu springen. Es wäre auch für die Gelenke des jungen Hundes nicht gut, aus dieser Höhe herunter zu springen, es ist wichtig, dass Sie ihn ins Auto hinein- und herausheben. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, für die erste Zeit die Leine beim Autofahren an Halsband oder Geschirr zu befestigen, so können Sie Pyri festhalten, falls er doch einmal schneller ist als Sie.
Steigern Sie auch im Haus die Anforderungen langsam, es wird für den kleinen Pyri schwierig sein zu verstehen, warum er Ihnen nicht auf Schritt und Tritt folgen darf. Sagen Sie „Bleib“, wenn Sie den Raum verlassen, werfen Sie ein paar „Lecker“ hinter Pyri, wenn er sich abwendet und Ihnen nicht folgt, schließen Sie die Tür für einige Sekunden – nicht länger! Öffnen Sie die Tür alsbald (bevor Pyri anfängt zu jammern) und erlauben Sie Pyri, Sie jetzt wieder zu begleiten. Machen Sie keine große Schau davon, dass Sie das Zimmer verlassen, so würde er nur das Gefühl bekommen, dass etwas Unheimliches passieren wird. Auch wenn Sie wieder ins Zimmer treten, sollten Sie sich recht neutral verhalten und keine überschwängliche Begrüßung starten. Ein schlichtes „Gut gemacht“ reicht völlig aus, so lernt Pyri, dass Abschied und Heimkehr keine große Sache ist und zum Alltag einfach dazugehört. Steigern Sie die Zeit, die Sie sich von Pyri trennen, langsam aber kontinuierlich. Auch wenn sich bereits ein Hund im Haushalt befindet, ist es wichtig, dass Pyri lernt, einige Zeit ganz alleine zu verbringen.


